Die Namensgeberin der Einrichtung

Christa Elisabeth Schütz

Christa Elisabeth Schütz (geb. Schmidt) wurde am 18.09.1936 in Korschen (Kreis Rastenburg) geboren. Sie wuchs in Paaris während der Zeit des 2. Weltkrieges auf. Sie lebte bis zu ihrem 9. Lebensjahr zusammen mit ihrer Schwester, ihrem Bruder und Eltern auf einem kleinen Bauernhof.

Zur Zeit des 2. Weltkrieges

Am 24.Dezember 1944 musste die Familie aus Paaris fliehen, ohne den Vater (gefallen 1944 in Ungarn). Zu dieser Zeit fanden Bombenangriffe statt. Sie floh gemeinsam mit ihrer Mutter (Anna Schmidt, geb. Miltkau) und ihrer 4- jährigen Schwester in Richtung Sopot, über Danzig nach Stettin und anschließend blieb die Familie in Schwerin (Mecklenburg- Vorpommern).

Sie erinnert sich an die folgenden Ereignisse der Flucht: "Wir liefen über die Felder, meine Mutter mit meiner Schwester auf dem Arm und mir an der Hand, während um uns herum die Bomben fielen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, weil Mutter mit uns in einen kleinen Graben runter stieg, in diese kalte, nasse Erde. Auch kann ich mich erinnern, wie wir auf der Flucht Soldaten gesehen haben, die Mädchen und Frauen vergewaltigen. Es war ein schockierendes Erlebnis." Sie hielt einen Moment inne. Sie erzählte weiter: "Wir flohen mit dem was wir tragen konnten. Wir hatten nichts. Wir waren froh, dass wir was bekamen, von fremden Menschen. Wir kamen bei einer älteren Dame unter. Meine Mutter ging putzen um die Miete zu bezahlen." Schweigsam blickte sie zu Boden. 

Nach Ende des 2. Weltkrieges blieb die Familie in Schwerin wohnen. Die beiden Geschwister gingen dort zu Schule.

Die 1950er Jahre

Sie verließ Schwerin um eine Lehre zur "Fleischereifachverkäuferin" zu machen. Sie wohnte in Ostberlin, bei einer älteren Dame: " Ich war Dankbar, ein kleines Zimmer zu bekommen. Im Gegenzug half ich im Haushalt mit und erledigte die arbeiten, die die ältere Dame nicht machen konnte. So zahlte ich ihr Miete. Viel Geld gab es damals nicht. Ich beendete meine Lehre erfolgreich und arbeitet in meinem Beruf."

Ende 1958 bekam durch einen Bekannten Kontakt mit ihrem zukünftigen Ehemann, welcher durch eine Brieffreundschaft entstand. Dabei schrieb er ihr zu erst. Horst- Günther Schütz arbeitete in Westberlin als Schreiner. 

Eine Familie entsteht

1960 reiste die junge Christa Schmidt nach Westberlin zu ihrem zukünftigen Ehemann. Beide verließen Westberlin und zogen nach Hagen- Hohenlimburg in eine kleine Wohnung. Im Sommer 1961 heiraten die beiden, lebten in Hagen und bekamen 3 Kinder (1962, 1963 und 1973).

1982 verlor sie ihren Bruder, welcher verstorben in seiner Wohnung gefunden wurde. Fünf Jahre später ereilt sie der nächste Schicksalsschlag. Ihr Ehemann starb an einem Herzversagen im Jahr 1987 im Krankenhaus.

2 Jahre später, 1989 kam ihr erstes Enkelkind zur Welt. 1999 erblickte das zweite Enkelkind das Licht der Welt. So folgten in den Jahren 2000, 2001 und 2003 jeweils ein weiteres Enkelkind.

Die letzte Lebenszeit

Im Jahr 2024 verbrachte sie viele Wochen auf der Intensivstation, anschließend kam die Verlegung ins Uniklinkum Münster. Von dort aus kam sie in eine Pflegeinrichtung in Bünde (Kreis Herford). Dort verbrachte sie die letzten 6 Monate ihres Lebens.

Am 20.März 2025 nahmen wir Abschied von einer geliebten Mutter, Oma, Tante und Schwägerin.

Die Beisetzung fand am 24.04.2025 im engsten Familien- und Freundeskreises in Hagen statt.

 

Ein Versprechen für die Zukunft

"Bleibe dir selbst treu." - Niemals aufgeben, egal was andere darüber denken.

"Mache das. Ich glaube an dich." - Vertrauen in das Gute in den Menschen.

"Vergiss mich nicht." - Erinnerungen schaffen.

 

 

 

 

 

Das Gespräch zur Biographie fand im März 2023 statt. (Mick Gottschling, Enkel der verstorbenen Christa Schütz)

©PFLEGEFUCHS Stiftung . Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.